Die Gemeinden in der Region Zürichsee-Linth (RZL) bündeln ihre Kräfte im Bevölkerungsschutz und schaffen eine einheitliche, flächendeckende Führungsstruktur. Im Januar 2026 haben Amden, Benken, Eschenbach, Gommiswald, Kaltbrunn, Rapperswil-Jona, Schänis, Schmerikon, Uznach und Weesen der Gründung der neuen Bevölkerungsschutzorganisation Region Zürichsee-Linth (BSO RZL) sowie der dazu erarbeiteten Vereinbarung zugestimmt. Die Genehmigungsbeschlüsse wurden dem fakultativen Referendum unterstellt. Da in keiner Gemeinde das Referendum ergriffen wurde, tritt die Vereinbarung für die BSO RZL am 1. Juli 2026 in Kraft.

Revidiertes Bevölkerungsschutzgesetz
Der Aufbau der BSO RZL steht im Zusammenhang mit dem revidierten Bevölkerungsschutzgesetz. Dieses stärkt die Führungs- und Koordinationsstrukturen und fördert regionale Lösungen. Mit der gemeinsamen Vereinbarung setzen die zehn Gemeinden diese Anforderung um und stellen den Bevölkerungsschutz in der Region Zürichsee-Linth zukunftsfähig auf.

Aufgaben und Zusammenarbeit im Ereignisfall
Die BSO RZL sorgt dafür, dass die Region bei ausserordentlichen Ereignissen und Krisen rasch, koordiniert und geführt handeln kann. Sie erarbeitet die nötigen Grundlagen und Abläufe, beurteilt die Lage und unterstützt die Gemeindebehörden bei der Koordination und Information. Im Ereignisfall führt sie die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen – vor allem Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst / Gesundheitswesen und Zivilschutz – und zieht je nach Situation weitere Fachstellen sowie Werkbetriebe und Versorgungsorganisationen bei. Dreh- und Angelpunkt ist der neue regionale Führungsstab.

Nächste Schritte
In den kommenden Monaten werden die Organisations- und Führungsstrukturen finalisiert, die bisherigen Führungsstäbe zusammengeführt sowie Ausbildung, Übungen und die Inbetriebnahme vorbereitet. Ziel ist es, aus den drei bestehenden Führungsstäben (RFS Speer, RFS See-Linth und Gemeindeführungsstab Uznach) einen gemeinsamen regionalen Führungsstab Region Zürichsee-Linth (RFS RZL) zu bilden, der ab 1. Juli 2026 einsatzbereit ist.